Brunsbüttel - ein runderneuertes Atomkraftwerk? Kaum ein anderer Reaktor in Deutschland musste so häufi g auf Grund von Pannen und Störfällen vom Netz genommen werden wie das AKW Brunsbüttel. Seit Inbetriebnahme kommt es immer wieder zu Schnellabschaltungen. Vattenfall deutet diese enorme Störfallserie einfach um: Wenn alle Teile schon einmal ausgetauscht wären, könne ja von einem runderneuerten AKW gesprochen werden, so die Betreiber. Doch geblieben ist das marode Herz der gesamten Anlage: der Reaktordruckbehälter. Er ist der strahlungsbedingten Versprödung am stärksten ausgesetzt. Am 14. Dezember 2001 gab es im Reaktor Brunsbüttel eine Wasserstoffexplosion. Dabei wurde eine Rohrleitung auf einer Länge von etwa drei Metern in unmittelbarer Nähe zum Reaktorkern zerfetzt. Die Reaktorprüfer der schleswig-holsteinischen Atomaufsichtsbehörde kamen nach einer Kontrolle im Februar 2002 „leichenblass“ (Der Spiegel) aus dem Inneren des Reaktors zurück. Brunsbüttel - der Normalbetrieb eines Atomreaktors ist bereits ein Störfall - In der Nähe von Atomkraftwerken besteht ein erhöhtes Auftreten von Krebskrankheiten, insbesondere bei Kindern. Auch im „Normalbetrieb“ werden ständig radioaktive Stoffe und Strahlung freigesetzt.
- Für den hochradioaktiven Atommüll, der Tag für Tag in jedem Atomkraftwerk entsteht, gibt es weltweit kein sicheres Endlager. Wir vermachen dieses strahlende und tödliche Erbe unseren Nachkommen.
- Die Gewinnung des „AKW-Brennstoffs“ Uran hat katastrophale Folgen für Mensch und Umwelt in den Abbaugebieten.
- Atomenergie und Atombombe sind siamesische Zwillinge: Die Herstellung des Bombenstoffs Plutonium wäre ohne den Betrieb von Atomkraftwerken nicht möglich.
All das ist lange bekannt, all das ist immer noch richtig, all das ist immer noch Grund genug, die Atomanlagen sofort vom Netz zu nehmen. Doch die Atomlobby versucht, Atomkraft wieder gesellschaftsfähig zu machen, auch mit dem Argument des Klimaschutzes. Dagegen hilft nur eine umfassende Energiewende. Mit Effi zienzsteigerung, erneuerbaren Energien und Energiesparen – ohne die Steinzeittechnologie Atomkraft. Wir fordern fehlertolerante Technologien, da Mensch und Technik nicht unfehlbar sind, wie die Beinahe-Kernschmelze im schwedischen AKW Forsmark im Juli 2006 erneut gezeigt hat. Auch in Brunsbüttel ist das Notkühlsystem nach Äußerung der Aufsichtsbehörde nicht auf dem neuesten Stand von Wissenschaft und Technik. links zum weiterlesen
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