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 Mittwoch, 8. September 2010
AKW Brunsbüttel wohl erst 2010 wieder am Netz
Vor mehr als zwei Jahren ist der Atommeiler im schleswig-holsteinischen Brunsbüttel (Kreis Dithmarschen) nach einer Serie von Pannen abgeschaltet worden. Noch immer laufen in dem AKW Modernisierungsarbeiten - die sich offenbar weiter hinziehen. Wie der Betreiber Vattenfall am Donnerstag erklärte, wird der Reaktor frühestens Anfang 2010 wieder Strom liefern können. Nach derzeitigem Stand endet die Laufzeit des Meilers in Brunsbüttel im Jahr 2012.

Bei der Vorstellung der Quartalszahlen nannte Konzernchef Lars G. Josefsson als Grund für die Verzögerung ´neue Anforderungen der Behörden´. Vattenfall steht wegen der Pannenserie in seinen deutschen Atomkraftwerken unter massiven Beschuss der Politik. Die Gewinneinbußen im ersten Halbjahr durch den Stillstand von Krümmel und Brunsbüttel bezifferte Josefsson auf 193 Millionen Euro.

Vattenfall weiter mit hohen Gewinnen

Insgesamt konnte der staatliche schwedische Energiekonzern, der nach seiner Übernahme des Versorgers HEW auch in Norddeutschland viele Kunden hat, in Deutschland aber erneut Gewinne verbuchen. Trotz der weltweiten Wirtschaftskrise und der abgeschalteten Reaktoren fuhr die deutsche Tochter (zusammen mit Polen) im zweiten Quartal 2009 einen operativen Gewinn von 3,8 Milliarden Kronen (362,2 Millionen Euro) ein. Er lag damit um 3,5 Prozent unter dem Vorjahresergebnis. Für den Gesamtkonzern sank der Betriebsgewinn um 7,8 Prozent auf 5,8 Milliarden Kronen.

Quelle: ndr.de, 30.07.2009
 
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